Unseren Weg gelassen gehen, aber wie?

Meine Beobachtung ist, dass die Fragen, die rund um ein hochsensitives Kind entstehen, im Familienleben sehr viel Raum einnehmen. Denn manchmal lassen sich Antworten erst fernab von Konvention und Ratgebern finden. Sie erfordern, dass sich Eltern mit Mut, Flexibilität, Zeit und auch einer ordentlichen Portion Gelassenheit der Tatsache stellen: Unser Weg ist nicht immer gepflastert.

Dieser Weg kann einige Eltern an ihre Grenzen bringen. Ich erlebe immer wieder Eltern, die über eine lähmende Müdigkeit sprechen, denn sie sind seit Jahren Grenzgänger. Genauso erlebe ich, dass diese Grenzgänger tatsächlich Grenzen übersteigen. Und diese Grenzen zu Vorboten von Entwicklungssprüngen werden. So treffe ich in meiner Praxis auf Eltern, die erkennen, dass ihre grosse Kraft es ist, sich immer stärker auf ihre eigene Intuition zu vertrauen; Eltern, die mit ihrem kostbaren Gut, ihrer Zeit, nur noch das machen wollen, was sie wirklich erfüllt; Eltern, die ihre Kerntalente freischaufeln und bestärkt erkennen, dass sie mit ihren Talenten genau die Richtigen sind, um ihr Kind gut und gelassen zu begleiten.

Beides hat seinen Platz in meiner Praxis. Und ich bin der Überzeugung, dass es das auch im Familienalltag haben darf und muss: denn es sind die Eltern, die die Wegesführer ihrer Kinder sind. Wenn wir am Wegesrand zusammenbrechen, nicht mehr weiterwissen oder -können, dann setzen sich unsere Kinder zu uns- doch mit Gelassenheit hat das nichts zu tun. Eine Pause auf einem Bänkchen zu machen ist da schon gesünder. Die Frage ist nur: wie gelingt uns das?

In der Rush-Hour unseres Lebens

Über die Gelassenheit

Sich Raum geben und Raum nehmen

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